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Kork Produkte

Eine kecke Idee: Kork zum Tragen

Bericht im Lenzburger Bezirksanzeiger vom 4. Juni 2020 über Kork.

Birrwil: Vor einem halben Jahr gründete Michael «Migi» Keck seine Firma Korkeria, die Korkprodukte aus Portugal vertreibt. Trotz Corona zieht er ein positives Zwischenfazit. Innovative Produkte aus dem natürlichen Material seien «en vogue», sagt der 40-jährige Seetaler. 

Man kann nicht gerade behaupten, dass der Start der jungen Firma unter einem guten Stern gestanden hätte. «Im November letzten Jahres haben wir mit dem Verkauf im Webshop begonnen, diesen Frühling hätten wir an den verschiedenen Märkten unsere Ware anbieten wollen», sagt Migi Keck, «das wäre der Plan gewesen.»

Hätte, wäre. Wegen der Coronapandemie waren die ursprünglichen Absichten plötzlich Makulatur. Statt auf den Märkten unter die Leute zu gehen und dort die faszinierende Vielfalt von Produkten aus portugiesischem Kork vor Ort zeigen zu können, beschränkte sich das Geschäft von Korkeria auf den Onlinehandel. «Es lief den Umständen entsprechend ganz ordentlich», resümiert Keck. Im Lager im elterlichen Haus in Sarmenstorf – die Eltern sind mit an Bord in der Firma – hatte Keck genügend Handtaschen, Hüte, Portemonnaies, Kugelschreiber und andere Produkte gebunkert, um die Nachfrage zu befriedigen.

Trotz Coronalockdown und Produktionsstopp in Portugal sass er daheim nicht auf dem Trockenen. Keck: «Weil wir ja vorhatten, an den Frühlingsmärkten präsent zu sein, bestellten wir gleich zu Beginn genügend Material.» Alle Bestellungen konnte Korkeria ausführen. Und: Letzte Woche sollen die portugiesischen Hersteller ihre Produktion wieder hochgefahren haben.

Kork ist in Portugal Tradition

Migi Keck steht vor einer Auswahl der von seiner Firma angebotenen Produkte und erzählt: «Kork hat in Portugal eine grosse Tradition. Dort gehören beispielsweise Handtaschen für Frauen quasi zum Alltag.» Da er immer wieder selbst im südlichen Land unterwegs ist, hat er ein Faible für Korkprodukte entwickelt. «Kork ist ein Naturprodukt und wird von der Rinde der Korkeiche gewonnen. Ich persönlich versuche, möglichst nachhaltig zu leben. Und so gefällt mir Kork als Rohstoff für die verschiedensten Produkte sehr gut.» Aktuell vertreibt Kecks Firma Korkeria Produkte von sechs verschiedenen Marken, der grösste Teil der angebotenen Artikel ist vegan produziert worden.  

Bei den Kunden sein ist wichtig 

So richtig durchstarten will Keck mit seiner Firma nach dem Sommer. «Wenn im Herbst die Zeit der Märkte kommt, wollen wir dabei sein.» Wichtig seien dann vor allem die Weihnachtsmärkte in der Region. «Korkprodukte anzuschauen, reicht nicht. Man muss sie fühlen, muss sie mit den Händen greifen. Die Haptik ist entscheidend», sagt er und hält eine Damenhandtasche für 160 Franken in die Höhe. «Wer noch nie so etwas angefasst hat, kann sich gar nicht vorstellen, wie weich Kork sein kann.»

Aktuell importiert und verkauft Keck Ware, auf deren Aussehen er keinen Einfluss hat. In einem zweiten Schritt könnte sich dies jedoch ändern. «Ich würde gerne eigene Ideen einbringen. Die eine oder andere hätte ich bereits», sagt er schmunzelnd. Kein Wunder, schliesslich arbeitet Keck als selbstständiger Grafiker.

von Ruedi Burkart

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